Hochzeit in Österreich: Warum eine Destination Wedding mehr als nur ein Fest ist

Ein Heiratsfest im Freien inmitten der Berge, bei dem ein Brautpaar sich anlächelt, umgeben von Gästen, die Seifenblasen machen, und festlich gedeckten Tischen mit Blumen und Dekorationen.

Heiraten an einem Ort, an dem sich der Alltag einfach ausschaltet. Das ist der große Vorteil einer Hochzeit im Ausland. Neulich durfte ich eine Hochzeit in Österreich begleiten – eine Reise ins Sölktal und nach Sankt Martin am Grimming, die mir gezeigt hat: Wenn man den Ort wechselt, verändert sich die ganze Energie der Feier.

Warum eine Hochzeit in Österreich oder fernab der Heimat so viel mehr ist als nur eine Feier an einem anderen Ort? Hier sind meine Gründe, warum ich jedem Paar diese Erfahrung wünsche.

Ein Brautpaar sitzt eng beieinander auf einer Bank in einem Garten, umgeben von Büschen. Der Mann trägt einen dunklen Anzug mit Fliege, die Frau ein weißes Brautkleid. Im Vordergrund ist ein brauner Wasserhahn und ein Wasserbecken sichtbar. Im Hintergrund sind Häuser und Bäume zu sehen.

Das Urlaubs-Gefühl:
Wenn der Alltag Pause hat

Das größte Geschenk einer Hochzeit im Ausland? Niemand schaut auf die Uhr. Kein Gast sagt: „Ich muss um zwölf nach Hause, mein Zug fährt.“ Wenn alle anreisen, fällt der Stress sofort ab. Die Gäste verbinden die Reise oft mit ein paar Tagen Urlaub, erkunden die Gegend oder hängen noch ein paar Tage in Österreich dran. Das nimmt den ganzen Druck aus dem Tag und schafft eine tiefe Vertrautheit unter den Gästen, die man auf einer Feier in der Heimat selten erreicht.

Eine ältere Frau mit kurzen grauen Haaren, Brille und einem grünen Schal, die laut schreit und die Zunge herausstreckt, während sie in einer dunklen Umgebung mit Lichterketten im Hintergrund ist.

Das Two—AND-A HALF-Day-Konzept:
Mehr als nur ein Tag zum Feiern

Der Vibe-Wechsel:
Wir haben am Freitag draußen unter dem Sternenhimmel getanzt, mit traditionellem, deftigem Essen aus der Region – total ungezwungen. Am Hochzeitstag selbst sind wir dann drinnen im Wirtshaus Mayer gelandet. So fühlte es sich an, als hätten wir zwei völlig verschiedene Locations, obwohl wir an einem Ort waren. Die Atmosphäre war am Samstag eine völlig andere: fokussierter, emotionaler und kulinarisch auf einem Weltklasse-Niveau.

Bei der Hochzeit im Sölktal haben wir das perfekt gesehen: Aus einem simplen „Get-Together“ am Freitag wurde eine epische Party, bei der wir erst weit nach Mitternacht ins Bett kamen.
Der Plan vs. die Realität:
Ursprünglich war für den Hochzeitstag morgens eine Yoga-Stunde mit Spaziergang zum Wasserfall geplant. Eine grandiose Idee! Aber Hand aufs Herz: Nach der legendären Get-Together-Party am Vorabend waren zwei Stunden mehr Schlaf einfach wichtiger. Und wisst ihr was? Das war genau richtig so. Man muss sich nicht durch einen Zeitplan quälen, sondern sollte den Flow genießen.

Ein Mann und eine Frau küssen sich bei einer Feier, während ein kleines Kind sie anschaut. Es gibt einen Tisch mit Blumen und einer brennenden Kerze im Vordergrund.

Die Kulinarik: Von regionalem Soulfood
zum Bib Gourmand

Zwei Frauen stoßen mit Weingläsern an, feiern draußen in einer Stadt.
Nahaufnahme eines gedeckten Tisches mit Sandwiches, die auf einer glänzenden, silbernen Platte liegen. Die Sandwiches sind gefüllt mit Schinken und Käse, mit einem weichen Brötchen als obere Scheibe.

Ehrliches Essen verbindet – aber im Wirtshaus Mayer geht die Gastfreundschaft weit über das Essen hinaus. Beim Get-Together gab es das, was die Gegend ausmacht: authentische, regionale Küche. Am Hochzeitstag selbst wurde dann kulinarisch richtig aufgefahren. Dass das Haus 2025 mit drei Hauben geadelt wurde und 2026 sogar mit dem begehrten Bib Gourmand des Guide Michelin ausgezeichnet wurde, hat man bei jedem Gang geschmeckt.

Doch was diesen Ort wirklich besonders macht, ist das Team. Der Küchenchef Stefan Ell-Mayer und seine Leute waren für uns wie Familie oder beste Freunde. Wenn ein Koch nachts um 3 Uhr noch mitfeiert, weil ihn die Energie der Party so mitgenommen hat, und dabei – fast nebenbei – den Service rockt, dann weißt du, dass du hier richtig bist. Er kam immer wieder mit einem Grinsen um die Ecke: „Ah warte, ich habe da neulich was geiles kreiert… meinen Rhabarber-Schnaps, wollt ihr mal probieren?“

Als ich am nächsten Morgen gegen 8 Uhr zum Frühstück kam, saß er immer noch da, strahlte mich an und sagte nur: „Na, jetzt lohnt sich das Schlafen auch nicht mehr, ich lege mich erst nach dem Frühstück richtig hin.“ Diese Mischung aus „entspanntem, regionalem Genuss“ und einer Gourmet-Qualität, die so herzlich serviert wird, ist genau das, was eine Hochzeit kulinarisch absolut unvergesslich macht.

Die Zeremonie: Wenn die Kulisse JA dEN AUGEN sagt

Ein Brautpaar steht sich in einer Berglandschaft gegenüber. Die Braut trägt ein langes weißes Kleid und ein Schleier, der Bräutigam trägt einen dunklen Anzug. Die Umgebung ist von Bergen mit Schneefeldern und Tannenbäumen geprägt. Das Bild ist in Schwarz-Weiß gehalten.
Junge Braut und Bräutigam sitzen bei einer emotionalen Trauungszeremonie, umgeben von Freunden und Familie, in einem rustikalen Außenbereich mit Holz und Blumen.
Ein Brautpaar bei einer Hochzeit, es küsst sich, während eine Gruppe von Gästen im Hintergrund zusieht. Die Szene ist in einer naturnahen Umgebung mit Bergen und Bäumen.

Für die freie Trauung sind wir hochgefahren zur Breitlahnhütte im Sölktal – ein Ort, der die Definition von „Hochzeit in Österreich“ für mich völlig neu geschrieben hat. Diese Aussicht auf die Berge… das kann man nicht inszenieren. Es ist einer dieser seltenen, überwältigenden Momente, in denen die Kulisse dem Betrachter buchstäblich „Ja“ zu den Augen sagt. Alles ist so harmonisch, so erhaben und so klar, dass jeder Blick durch den Sucher meiner Kamera zu einem kleinen Kunstwerk wird.

Wenn ihr euch an einem solchen Ort das Ja-Wort gebt, passiert etwas Magisches: Die Natur wird zum aktiven Teil eurer Zeremonie. Das sanfte Rauschen des Wassers, das ferne Läuten der Kuhglocken und der Wind, der über die Gipfel streicht – all das verschmilzt mit eurem Eheversprechen. Viele Paare träumen von einem intimen Elopement, bei dem man fernab vom Trubel ganz für sich ist. Aber wer sagt eigentlich, dass man dieses Gefühl nicht auch mit seinen Lieblingsmenschen teilen kann? Die Trauung zwischen Bergen bietet genau diese wunderbare Symbiose: Man spürt diese tiefe, fast schon elopement-artige Verbundenheit und Ruhe, genießt diesen Luxus aber gemeinsam mit der gesamten Hochzeitsgesellschaft.

Als Hochzeitsfotograf liebe ich solche Kulissen nicht nur wegen der Ästhetik. Es ist die archaische Stille der Alpen, die dafür sorgt, dass bei der Trauung nicht nur das Brautpaar, sondern jeder einzelne Gast den Atem anhält. Hier gibt es kein Rauschen der Zivilisation und keine Ablenkung. Wenn ihr dort oben steht, wird die Welt ganz klein und euer gemeinsamer Weg unglaublich weit.

Natürlich ist mein Anspruch als Hochzeitsfotograf dabei immer, nicht nur das Ereignis festzuhalten, sondern das Gefühl des Ortes zu konservieren. Hochzeitsfotos aus den Bergen sind mehr als nur Bilder – es sind Erinnerungen an eine Atmosphäre, die man spüren kann. Der Sekt-Empfang danach, direkt dort in der Hütte mit lokalen Köstlichkeiten und Live-Musik, während man den Blick über die schroffen Felsen schweifen lässt, ist purer Luxus für die Seele. Es sind Momente vollkommener Authentizität, in denen die Umgebung eure Geschichte erzählt, während ich als Hochzeitsfotograf in Österreich dafür sorge, dass diese Bilder genau die Intensität transportieren, die ihr an diesem Tag gefühlt habt.

ENTSPANNT am Hochzeitstag: Das After-Wedding-Shooting

Ein Mann mit Kurzhaarschnitt und einem weißen Hemd mit Berg- und Waldmuster umarmt eine Frau, die die Augen geschlossen hat, während sie im Freien vor einer Waldkulisse steht.

Einer der größten Vorteile, wenn ich euch ins Ausland begleite: Ich bleibe sowieso meist einen Tag länger. Deshalb sage ich jedem meiner Brautpaare: Wir machen kein Portrait-Shooting an eurem Hochzeitstag. Warum? Weil ihr eure Gäste sehen wollt! Ihr seid für eure Liebsten gekommen, nicht um 2 Stunden mit der Fotografin auf der Suche nach dem „besten Berg“ zu verschwinden. An eurem großen Tag halte ich nur die echten, ungezwungenen Momente fest.

Für die Portraits treffen wir uns einfach am Tag danach.
Das hat zwei entscheidende Vorteile:

 1. Kein Zeitdruck: Ihr habt unverfälschte Zeit mit euren Gästen, ohne dass euch jemand vom Feiern wegzieht.

 2. Das perfekte Licht: Wir legen das Shooting auf die „Golden Hour“ kurz vor Sonnenuntergang, wenn das Licht in den Bergen am weichsten und spektakulärsten ist. So entstehen Bilder, bei denen ihr entspannt seid und das Licht für euch arbeitet.

Mein Tipp für euch:

Drei Frauen reagieren erstaunt auf eine andere stehende Frau, die mit ihr spricht, während sie bei einer Zusammenkunft oder Feier sitzen.

Wenn ihr über eine Hochzeit in Österreich nachdenkt: Traut euch. Plant den Puffer ein, lasst das Yoga ausfallen, wenn die Nacht zu lang war, und genießt einfach die Zeit mit den Menschen, die euch am wichtigsten sind. Es ist kein klassisches Fotoshooting an einem fremden Ort – es ist eine Geschichte, die ihr über mehrere Tage hinweg gemeinsam schreibt.

Ihr sucht jemanden, der diese „Urlaubs-Energie“ und die spektakulären Kulissen in eurer Hochzeitsreportage einfängt, egal ob in Österreich oder irgendwo dazwischen?

Lass uns schauen, an welchem Ort wir eure Geschichte schreiben!